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LA REPUBBLICA MARINARA

7 AGOSTO 1192

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Die Kirche S. Paragorio, eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt

 

Noli ist eines der historisch und künstlerisch interessantesten mittelalterlichen Zentren in Ligurien. Nicht nur, weil es seine antike Struktur innerhalb der Stadtmauern fast unversehrt erhalten hat, aber auch wegen der historischen und wirtschaftlichen Bedeutung, die Noli während des gesamten Mittelalters in Westligurien hatte. Der in den ältesten Urkunden von 1004 und 1005 in der Form Naboli bezeugte Name Noli, leitet sich sicher von einer Form „neapolis“ - „Neue Stadt“ ab. Auch die bisher untersuchten historischen und archäologischen Daten würden diese Hypothese bestätigen. Noli hätte dann, zusammen mit dem nahegelegenen und zeitgenössischen Zentrum von Varigotti, die Rolle eines wichtigen Stützpunktes in der Verteidigung der ligurischen Küste gehabt. Trotz Der fehlenden Bestätigung in den antiken Dokumenten, liefern uns archäologische Funde aus jüngster Zeit Hinweise auf eine frühe städtische Siedlung in der letzten Periode des Römischen Reiches. Es ist bekannt, dass Noli während des gesamten frühen Mittelalters, zusammen mit Varigotti, Teil eines autonomen Comitatus war und dass es nach der Zerstückelung des Fränkischen Reiches in die „Marca Aleramica“ unter der Herrschaft des Markgrafen von Savona - Del Carretto - aufgenommen wurde. Durch die Fähigkeit ihrer Kauf- und Seeleute hatte die Stadt bald eine eigene autonome und effiziente Flotte. Dies ermöglichte es Noli bald auf das Niveau der ältesten Seestreitkräfte wie Genua, Savona und Albenga zu stellen. Die fortschreitende Entwicklung und die zunehmende wirtschaftliche Macht erlaubten Noli die Teilnahme am Ersten Kreuzzug im Jahr 1099, wobei beträchtlicher Reichtum und Privilegien erlangt wurden. Dies beweisen die (in den historischen Archiven von Genua aufbewahrten) Verträge mit Tancredi und Boemondo, Fürsten von Antiochia und mit Baldwin, König von Jerusalem. Dank dieser wirtschaftlichen Prosperität gelang es Noli im Laufe des 12. Jahrhunderts, sich von den Markgrafen del Carretto zu befreien. Nach und nach erwarb sich die Stadt ihre alten markgräflichen Rechte bis Heinrich II. del Carretto sie, mit einer in der Kirche von S. Paragorio ausgestellten Urkunde, endgültig an die Gemeinde abtrat. Der Überlieferung nach fand dieses wichtige Ereignis am 7. August 1193 statt. Neuere Studien konnten dies aber auf das Jahr 1192 zurückdatieren. Die vollständige Eigenständigkeit der Stadt wurde von Heinrich VI. von Schwaben bestätigt, der mit einer Urkunde von 1196, die von den Nolesi erworbenen Rechte und Privilegien für rechtskräftig erklärte. Dies führte dazu, dass Noli unmittelbar nach Genua und Savona, eine freie und unabhängige Gemeinde wurde. Regiert wurde Noli von eigenen Konsuln die aus allen "Familienoberhäuptern" gewählt wurden. Nach der Entstehung der Seerepublik Noli war es notwendig den Regelungen der freien Gemeinde eine Struktur zu geben, indem man die Statuten formulierte. Diese gehören noch heute zu den ältesten kommunalen Regelungen Liguriens. Eingeschlossen zwischen der mächtigeren Gemeinde von Savona und der ghibellinischen Markgrafschaft von Finale (seit jeher verfeindet), hat Noli jedoch enorme Schwierigkeiten, ihren Seeverkehr auszuweiten. Die freie Gemeinde entschied sich, sich mit der mächtigeren Republik Genua zu verbünden. Die aufbewahrten Pergamente in den historischen Archiven der Gemeinde Noli belegen, neben anderen historischen Ereignissen der Republik, auch die mit Genua abgeschlossenen Bündnisverträge. Aus diesen geht klar hervorgeht, dass Noli seit 1202 immer ein gleichberechtigter Verbündeter und nie ein Anhänger der genuesischen Republik war. Als Anerkennung für die Hilfe im Krieg gegen Friedrich II. löste Papst Gregor IX die Gemeinde von Savona ab und ernannte Noli im Jahr 1239 zu einem unabhängigen Bistum was es bis 1820 blieb. In der Epoche ihres größten Glanzes hatte die Republik Noli ein großes Territorium, das Teile der benachbarten Territorien von Orco, Mallare, Segno und Vado einschloss. Die Macht und Größe von Noli währte bis zum Ende des 14. Jahrhunderts. Ab dem 15. Jahrhundert war seine geographische Lage als natürlicher Zufluchtsort für die Seefahrt nicht mehr ausreichend, so dass Noli zur Isolation ohne Expansionsmöglichkeit verdammt war. Das Volk von Noli wandelte sich von wagemutigen Seefahrern zu friedlichen Fischern. Die ständigen Kriege gegen die feindlichen Städte Finale und Savona, die darauffolgenden Invasionen und Raubzüge, die prekäre innere soziale Lage, auch verbunden mit Hungersnöten und Pestilenz, trugen zum Verfall von Noli bei. Der Niedergang setzte sich fort bis Noli 1797, zusammen mit der Republik Genua (schon immer in der Rolle der Verbündeten und Schützlinge gesehen), unter französische Herrschaft geriet und nach siebenhundert Jahren weitgehender Freiheit ihre Unabhängigkeit verlor. Die neue Verfassung der Ligurischen Republik wurde nach "drei Tagen öffentlicher Gebete um göttlichen Beistand zu erflehen" und mit Liedern und Tänzen um den auf der Piazza Civica errichteten Baum der Freiheit, verabschiedet.